Nach der erfolgreichen Premiere im Frühjahr mit dem ersten ‚AUTOMOBILSPORT Tag der Legenden‘ zu Stefan Bellof stand bei der zweiten Auflage der Veranstaltung nun der zweimalige Rallye-Weltmeister Walter Röhrl im Mittelpunkt. Einmal mehr erwies sich das Museum in Dietzhölztal-Ewersbach als perfekte Location um die Karriere eines großen Motorsportlers in einem passenden und stilvollen Ambiente Revue passieren zu lassen. Zusammen mit seinem langjährigen Beifahrer Christian Geistdörfer und Porsche-Ingenieur Roland Kussmaul sorgte Röhrl im Gespräch mit Experte Eckhard Schimpf mit spannenden Vollgasgeschichten für große Begeisterung vor ausverkauftem Haus.
Noch vor der offiziellen Ankündigung gingen bereits erste Bestellungen für Eintrittskarten ein, nach der Bestätigung des Termins am dritten Adventswochenende waren die verfügbaren Karten innerhalb weniger Tage vergriffen.
Am Veranstaltungstag füllte sich der Parkplatz bereits am Vormittag. Die Kennzeichen an den geparkten Autos zeigten, dass manche Besucher eine längere Anreise hinter sich hatten: Österreich, Schweiz, Belgien, die Niederlande und natürlich die gesamte Bundesrepublik. Zunächst erhielten die Besucher die Gelegenheit, die eindrucksvolle Sammlung des Museums inklusive der Sonderausstellung zum Grand-Prix-Rennsport zu bewundern. In der großen Ausstellungshalle, in der auf dem Marktplatz die große Bühne für die Gesprächsrunde aufgebaut worden war, standen einige Fahrzeuge aus Walter Röhrls Karriere, darunter der Audi Sport quattro S1 sowie der Porsche 959 S in Leichtbau-Ausführung aus der Museumssammlung. Schnitzer Classic hatte den BMW 2002 Turbo mitgebracht, mit dem Röhrl 1977 am DRM-Rennen auf dem Norisring teilgenommen hatte. Aus der Sammlung von Franco Meiners kam der Lancia Beta Montecarlo vom Giro d’Italia 1979 und Freisinger Motorsport stellte den Porsche 964 vom 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 1992 zur Verfügung.
Durch Partner Leica konnten sich alle Besucher professionell beim ausgestellten Audi Sport quattro S1 als Erinnerung ablichten lassen. Konektra lieferte die Vitrinen, in denen Objekte wie Original-Helm, Anzüge und Handschuhe sowie eine von Walter Röhrls insgesamt vier Siegertrophäen der Rallye Monte Carlo ausgestellt waren. Weitere Partner der Veranstaltung waren Pirelli und der Automobilclub von Deutschland.
In der Gesprächsrunde auf dem Podium, moderiert von Ex-Rennfahrer, Autor und Motorsport-Experte Eckhard Schimpf, ging es um die Karriere von Walter Röhrl und die faszinierende Welt des Rallyesports in den Siebziger- und Achtzigerjahren. Dabei benannte Röhrl einen möglichen Grund, warum er seit Jahrzehnten so beliebt ist: „Ich habe gesehen, dass ich etwas Besonderes konnte, aber ich habe nie geglaubt, dass ich etwas Besonderes bin.“ Seine Ehrlichkeit und Gradlinigkeit sind weitere Gründe für seine Popularität: „Ich habe mich nie verbiegen lassen. Heute würde man mich wahrscheinlich nach acht Tagen entlassen.“ Röhrls langjähriger Beifahrer Christian Geistdörfer sagte: „Walter ist mein Lebensmensch; ich habe ihm zu verdanken, dass ich hier sitze. Manche Unfälle hätte ich mit einem anderen Fahrer nicht überlebt.“ Porsche-Ingenieur Roland Kussmaul hob Röhrls fahrerische Qualitäten hervor: „Die Zusammenarbeit mit Walter ist für einen Techniker sehr schwierig, denn er fährt mit einem schlechten Auto genau so schnell wie mit einem guten Auto. Nur wenn man ihn kennt, kann man den Unterschied sehen.“
Die für die Gesprächsrunde und anschließende Fragen aus dem Publikum eingeplante Dauer von zwei Stunden wurde wegen der spannenden Einblicke überschritten. Auch die nachfolgende Signierstunde dauerte wegen des enormen Andrangs wesentlich länger als vorgesehen, aber die Prominenten legten Wert darauf, dass alle Anwesenden die gewünschten Autogramme, Widmungen und Fotomöglichkeiten erhielten, so dass alle zufrieden wieder abreisten. Für diejenigen, die ein strikt limitiertes Exklusiv-Ticket erworben hatten, gab es zum Abschluss noch ein gemeinsames Dinner mit den „Legenden“.
Die Reaktionen auf den ‚AUTOMOBILSPORT Tag der Legenden‘ mit Walter Röhrl waren durchwegs begeistert. Auch Walter Röhrl selbst äußerte sich positiv: „Schön, dass so viele Menschen Interesse zeigen an dem, was wir erlebt haben.“ Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe ist geplant, an weitere Auflagen des ‚AUTOMOBILSPORT Tag der Legenden‘ wird bereits gearbeitet.




